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Leseprobe

Jedes Kapitel entfaltet sich in drei Ebenen:

eine märchenhafte Einstimmung,

ein Blick in die gelebte Realität

und ein leiser Nachhall aus einer anderen Perspektive.

1. Die Prinzessin ist da

1.1 Die Sterne stehen in einem eigenwilligen Geflecht, als der Schleier sich hebt und das Kind geboren ward. Mit

Stirnrunzeln blicken die Hüterinnen des Himmels auf den verschobenen Termin.

Das sanfte Mondlicht leuchtet hoch am Himmel wie ein

Leuchtturm, der den Weg beschreibt. Eng schmiegt sich Chiron

an die Mondin - ganz nah. Zu nah. Schmerzhaft nah...

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... So wirkt dem dunklen Riss im Sternenteppich von Beginn an

ein schützender Silberstreif am Horizont entgegen – ein zarter

Bogen von Hoffnung, der das Schwere mildert und Licht in die

Dunkelheit trägt.

Sanft ruht der Blick der Percht auf dem Neugeborenen. Sie

streicht über den zarten Lebensfaden, als wolle sie ihn ordnen,

und flüstert: “Du bist nicht allein.“

1.2 Da war sie also – nicht der heiß ersehnte Stammhalter,

und doch willkommen. Liebevoll empfangen in Freude,

Zuwendung und mit den überschwänglichen Erwartungen der

Eltern, wie sie zumeist bei Erstgeborenen zu finden sind.

Es war ein milder Frühlingsmorgen Anfang der 1960er Jahre,...

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...Die Nachkriegsjahre hatten die Menschen geprägt; eine Art

Aufbruchsstimmung, durchzogen von Hoffnung, lag in der Luft.

Diese besondere Stimmung sog das Neugeborene mit jedem

Atemzug auf. Viele Jahre später würde man ihre Generation

als Baby Boomer bezeichnen.

1.3 Und die Welt sieht …

Ein zufriedenes, ruhiges, behütetes, wohlgenährtes Baby, das

jedem Menschen Vertrauen schenkt.

Freundliche Hände ergreift es bereitwillig – und geht mit,

ohne zu zögern. Als einziges Kind unter drei Erwachsenen,

wenn man die Großmutter dazuzählt, deren erstes Enkelkind

sie ist - erhält es ausgesprochen viel Zuwendung und Liebe

und es gibt keinen Grund für Ängstlichkeit, Verzagtheit oder Misstrauen..

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...Eine besondere Gabe ist ihr zudem von Anfang an geschenkt:

ihr Lächeln. Von früh morgens bis spätabends schenkt sie es

der Welt – immer. Ohne Unterlass.

„Was für ein Sonnenkind, Gott segne es“.

Und dieses Geschenk ist vielleicht die einzige Konstante in

ihrem bewegten, weiteren Leben.

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Edition scribamater · Petra Anna Voithofer · myHoroskop.at

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